Montag, 2. Januar 2012

Feliz Navidad y Próspero Año Nuevo

Hola amigos,


Cómo están? Ich hoffe, ihr seid soweit alle fit und konntet ein paar schöne Weihnachtstage und ein schönes Sylvester verbringen. Von mir natürlich auch nur die besten Wünsche fürs neue Jahr! Gerne hätte ich schon früher geschrieben, doch hier war - einmal mehr- wahnsinnig viel los.
Die letzten Klausuren wurden geschrieben, Zeugnisse ausgehändigt, Klassenräume ausgemistet, Weihnachtsgeschenke gebastelt, etc. Zu dem noch 4 Geburstage, 1 Beerdigung und ganz nebenbei noch Weihnachten und Sylvester...
Jetzt aber eins nach dem anderen:


Paneton
Am 18. Dezember hatten wir eine chocolatada für die ärmsten Kinder der Nachbarschaft. Ein Krankenhaus hatte uns bzw. der Schule 250 Geschenke gestiftet. So kamen Kinder aller Altersklassen, bekamen eine heiße Schokolade und ein Stück Paneton und holten ihr Geschenk (Spielzeug) ab. Es drohte kurz ein Chaos auszubrechen, da sich die Kinder gegenseitig Bescheid gegeben hatten und so statt 250 mindestens 350 Kinder kamen...doch letztendlich blieb kein Kind ohne Geschenk. Diese strahlenden Gesichter zu sehen war für mich pure Freude.
Die darauffolgenden Tage habe ich mein Weihnahctsgeschenk für die Schüler gebastelt: Ein kleines Büchle, mit allen englischen Liedern, die wir im Unterricht gelernt haben und eine Zusammenstellung alltäglicher Worte. Tag für Tag war ich am Schleifchen binden, bis ich doch tatsächlich alle 274 Büchle fertig hatte.

Am 22. war dann der lang ersehnte letzte Schultag "clausura" vor den Sommerferien. Es gab reden von einem Ex-Schulleiter und von Elizabeth, ein Krippenspiel, das von allen Klassen gemeinsam aufgeführt wurde und anschließend noch verschiedene kleine Feste in den einzelnen Klassen.  Dort bekamen die Schüler dann auch ihr Tshirt bzw. mein Büchle und wie so oft - paneton und heiße Schokolade...(absurd bei diesen Temperaturen) Es war sehr traurig, mich von den Schülern zu verabschieden; sie sind mir trotz ihrer "travesuras" sehr ans herz gewachsen. 


Am 23. war Juanitas (Gastschwester) Geburtstag. Wir gingen zusammen Pizza essen, wie sie sich gewünscht hatte. Danach habe ich noch die deutsche Pfarrersfamilie besucht, die die peruanische evangelische Gemeinde hier leitet. Eine ihrer Töchter, wohnt in Deutschland und brachte von dort jede Menge Plätzchen mit...lecker! Abends sind Elizabeth, Juanita und ich gemeinsam mit Uli und ein paar Freunden in "brisas de Titicaca", einer Tanzshow mit allen typischen peruanischen Tänzen. Es war wirklich super schön anzusehen und auch selbst etwas zu tanzen. 


Nachbarskinder vor der chocolatada
An Heiligabend sind wir vormittags noch T-Shirts kaufen gegangen, um in Huaral eine chocolatda zu machen. In der Nachbarschaft von Elizabeths Schwester Rosi wohnen einige, sehr sehr verarmte Familien bzw. Kinder, die sich sehr über unserer Überraschungs-chocolatada gefreut haben. Abends wurde dann der Truthahn zubereitet und zum backen, garen, braten(?) in die Bäckerei gebracht. gemeinsam mit Roxanna, Maria und Rosi, Elizabeths Schwestern gingen wir dann gegen 21 uhr noch in die Stadt, um letzte Weihnachtsgeschenke zu kaufen...ein seltsames Gefühl an Heiligabend, wenn die Läden proppevoll sind.


00.00 Uhr 25. Dez- frohe Weihnachten!
Um 23 Uhr gab es dann das traditionelle Weihnachtsessen. Pünktlich um 00.00 Uhr feierten wir dann mit Feuerwerk, Sekt und Wunderkerzen den Beginn des Weihnachtsfest- erinnerte ziemlich an Sylvester.
Am 25. war die ganze Großfamilie dann noch gemeinsam essen und anschließen spazieren am Strand. so verbrachte ich Weihnachten mit Sommerkleidchen und sombrero ungewohnt, aber auf seine Weise schön. Wir verbrachten noch 2 weitere schöne Tage mit verwandten in Huaral und fuhren am 27. wieder zurück nach Lima, wo uns eine enorme Hitze erwartete. Mein zimmer unterm Wellblechdach glich einem Ofen...
Am 29. und 30. waren wir nochmal in der Schule um letzten Papierkram zu erledigen, die Klassenräume auszuräumen und ein Schuljahresabschlussessen mit allen Lehrerinnen zu genießen.


Sylvester habe ich mit Anne, einer deutschen Volontärin, ihrer Freundin Lena, ebenfalls Volontärin am anderen Ende von Lima und deren Gastfamilie und Freunden verbracht. Die Fahrt dorthin begann mit einem großen Schrecken...Wir saßen im Busle und an einer Haltestelle stieg ein Mann ein, um Bonbons zu verkaufen, schnappte meine Handtasche und rannte weg. Natürlich hatte ich genau an diesem Tag meine beiden Handys, Kamara und jede Menge Geld in der Tasche. Ich überlegt eine Sekunde, sprang dann (mit 8cm Absatzschuhen) aus dem Bus und ihm hinterher. Da alles voll mit Kleinbussen war und alle Leute dank meiner Schreie mitbekommen hatten, was passiert war, konnte er nicht fliehen. Ich forderte schreiend meine Tasche, die er mir dann auch widerstandslos in die Hand drückte und sich aus dem Staub machte... Letztendlich habe ich alles wieder bekommen, doch im Nachhinein war mir klar, wie gefährlich das alles war... doch alles ging gut und wir konnten mit einem Schrecken weiterfahren. Dort angekommen gingen wir alle gemeinsam in die katholische Kirche, anschließend wurde das Essen zubereitet, und pünktlich um 12 dann traditionell eine Puppe aus alten Klamotten verbrannt. 


morgens 7.30 - bereits 24 h ohne Schlaf
Gegen 1 gab es dann Essen und danach trudelten langsam die ersten Partygäste ein. gefeiert und geredet wurde bis am nächsten Tag. Ca. um halb 7 morgens, kam die Idee auf, an den Strand zu fahren. Gesagt getan. 
Dort versuchten wir alemanas und noch 2 peruanos am Strand unseren Schlaf nachzuholen (ich leider vergeblich) und genossen das kalte Meer. Natürlich hatten wir danach alle -trotz Sonnencreme- einen heftigen Sonnenbrand. Aber ich finde Neujahr und Sonnenbrand hört sich extrem gut an ;) Es war ein wirklich schöner Start ins neue Jahr 2012! 

Neujahr am Strand...:)


Jetzt wünsch ich euch noch schöne Ferientage!
Machts ganz gut,
Un abrazo,
Elle

Dienstag, 13. Dezember 2011

Schulausflug, wilde Schüler und Sonnenschein

Hallo ihr Lieben,

Nach fast einem Monat schaff ichs endlich mal wieder, euch auf den neuesten Stand zu bringen. Hier war in letzter Zeit wirklich einiges los, bzw. ich hab viel schönes, aber auch schweres erlebt. Ich versuch's mal n bisschen zu kategorisieren:

Aktuell:
Problem der Nachbarsfamilie:

Micaela- die 5-Jährige
Eine meiner Nachbarsfamilien habe ich in letzter Zeit selten gesehn, und mich schon ziemlich gewundert, zumal die kleinen 2 und 5 Jährigen Mädels oft zu uns nach Hause kamen. Elizabeth ist dann mal hoch um zu fragen, was los ist bzw. ihr ein Abendessen zu bringen. Heulend erzählte ihr die Mutter wie schlecht es ihnen zu Zeit geht:
Der Vater, Maximo, 25, hat Aids, und liegt im Sterben. Sie selbst ist Epileptikerin und ich habe letzte Woche, 2 solcher Anfällel live miterlebt. Sie war auf dem Heimweg von der Arbeit- sie verkauft Bonbons auf der Straße- hatte ihre 3 Lleinen dabei. 4 Monate, 2 Jahre und 5 Jahre. Sie selbst ist erst 19. Elizabeth und ich liefen hinter ihr und rufen, hallo Isabelle- wie gehts dir? Sie dreht sich um, beginnt zu zucken und kippt weg. Gerade noch rechtzeitig konnten wir einen Sturz verhindern.
Während sich ein paar Nachbarn um sie gekümmert haben, habe ich versucht die kleinen Mädels abzulenken. Kurze Zeit später gings ihr wieder einigermaßen gut, sodass wir vollens hoch bis zu ihrem Haus laufen konnten. Dort gab es keinen Strom mehr, man hat ihn ihr abgestellt und auch ihre Lampe war kaputt. Ihr "Haus" besteht aus einem Schrank, der zum Bett für die kleinen umfunktioniert wurde. 1 Bett für Vater und Mutter und das Baby zusammen. Keine Küche, keine Spüle, ein Eimer und Wasserkübel als Badersatz.
Letzte Woche war sie im Krankenhaus um ihren Mann einzuliefern, dort haben sie gleich den HiV-test gemacht. Baby, die 2-Jährige und die Mutter sind HIV-positiv. Es fehlt allerdings noch ein bestätigender Test, der diese Woche gemacht werden soll. Die große nicht, da sie einen anderen Vater hat. Dank der überwältigen Anteilnahme aus Deutschland konnte ich bereits einiges an Nahrung und Kleidung für die Familie kaufen. Vielen, vielen Dank!
Ich werde euch nächste Woche neues von der Familie berichten.

Schule:

Am 18. November hatten wir den lang ersehnten Schulausflug mit vielen Schülern, allen Lehrern und auch einigen Eltern in den gambusinas., einer Art Parkanlage mit Fluss, Schwimmbädern, Fußball und Volleyballfeldern. Trotz zweier Buspannen kamen alle (5) Busse heil an und auch wieder zurück nach Mariategui. Dank der Spenden aus Deutschland (Danke iT) konnten auch Schüler mitkommen, die sich den Schulausflug sonst nicht leisten können. ( 3 Euro) Alle genossen den Tag wirklich sehr! Von den 180 Schülern, die dabei waren, konnten allerdings nur 5 schwimmen, was alles etwas schwieriger machte, doch wir hatten viel Spaß!
Seit Mitte November bin ich nicht mehr bei den 3-Jährigen , sondern bei den 2.Klässlern als Hilfskraft. Ihre Lehrerin, Mariela, ist im 9. Monat schwanger und brauchte Unterstützung. Die Kids sind ne ziemlich wilde Truppe (32), mit 2 (lern-) behinderten Kindern, einem ADHS- Kind (Aufmerksamkeitsdefizithyperaktivitätssyndrom- ich liebe dieses Wort;)) und allgemein einiges aggressiven Schülern. Ich war jeden Tag mehr als fertig als ich nach Hause kam und habe mich immer schon auf die Freitage gefreut, an denen ich Englischunterricht in den anderen Klassen hatte. Am 28. Und 29. November hatten wir eine Evaluation der 2.Klässler vom Kultusministerium. Sie haben sich aufgeführt wie die letzten… Mariela und ich waren mit den Nerven am Ende, doch wenigstens haben sie gut abgeschnitten  Seit der ersten Dezemberwoche ist ein neuer Lehrer, Andres, in der Klasse. Seither ist alles wesentlich entspannter, da er die Kinder besser im Griff hat. Er bleibt noch die letzten 3 Wochen bis zu den Sommerferien.
In der letzten Novemberwoche standen die monatlichen Examen an, was für mich viel Klassenarbeiten erstellen und - korrigieren bedeutete. Auch diese Woche bin ich ständig am Korrigieren, da wir mitten in den „examenes finales“ stecken…

Mit den Torten
18 glückliche 5-Jährige
Am Freitag war die „promocion“ der 5-Jährigen. Ich war die Patentante der Promotion, sprich ich habe die Torten bezahlt, und ihnen ihre „diplomas“ überreicht. Es war wirklich ein sehr schönes Fest, die Mädels mit ihren Prinzessinenkleidchen, die Jungs mit Anzügen, doch für manche Eltern eine finanzielle Herausforderung. Doch alles sollte perfekt sein- „genauso wie im Fernsehen“- wie eine Mutter sagte. Man merkt, wie sehr die Feste anderer, gut entwickelter Länder, wie von USA, übernommen werden sollen, um ihnen „ähnlicher zu werden“. Ob das gut oder schlecht ist - streitbar.
Heute waren wir die Weihnachtsgeschenke für die Schüler einkaufen. 265 T-Shirts. Am Donnerstag ist die Promo der 6.Klässler, die dann in die Secundaria wechseln. Am Mittwoch ist noch eine Art Abschlussfest des Schuljahres und dann sind auch schon Ferien. Bis Ende Februar. Das heißt, ich werde manche meiner Schüler gar nicht mehr sehen. Der Abschied wir vermutlich schwer, sie sind mir doch schon sehr ans Herz gewachsen.

Gesundheit:

Am letzten Novemberwochenende plagten mich schon am Freitag blöde Magenschmerzen. Samstag wars dann einigermaßen okay, doch in der Nacht auf Sonntag hatte ich Koliken im Minutentakt. Trotz Schmerztabletten wurden sie bis zum Morgen nicht besser, sodass Elizabeth meinte, das beste wäre, ins Krankenhaus zu gehen, um mich durchchecken zu lassen. Das erste Krankenhaus hatte zu (wie wenn man sonntags nicht krank werden könnte...) , im zweiten wurde recht schnell 'ne Magenschleimhautentzündung vermutet und mir eine Schmerzinfusion gelegt. Eine Magenspiegelung und mein Blutbild am Folgetag bestätigten dies. Seit dem musste ich meine Ernährung etwas umstellen und täglich Tabletten nehmen, doch ich merkte schnell, wie mir das alles geholfen hat. Die schmerzen sind in der Zwischenzeit weg und mir geht's wirklich wieder gut!

Freizeit:

Jeden Mittwoch haben wir unseren Hauskreis, gemeinsam besuchen wir auch wöchentlich junge, alte, kranke, traurige oder einsame Frauen / Männer. Oft fehlt die Motivation doch noch nie habe ich bzw. wir einen Besuch bereut...Man lernt viel und man merkt, wie sehr die Gespräche, Singen etc. den Personen helfen.
Seit letzter Woche habe ich einen Schlüssel von Ulrikes Wohnung, die in einem reicheren Stadtteil wohnt. In Abmachung mit Elizabeth und Ulrike schlafe ich ab jetzt jeden Freitag bei Ulrike, um abends auch mal ein bisschen aus San Juan de Lur Lurigancho rauszukommen. Letztes Wochenende hab ich das gleich ausgenutzt und bin mit Mareike und Jimena (ihrer Gastschwester) ins Kino und anshcließend wollten wir noch etwas trinken gehen. (natürlich nur Tee, da mein Magen nichts anderes verträgt...;)) In der bar haben wir zufälligerweise 4 andere deutsche Volontärinnen aus Deutschland kennen gelernt- davon 2 aus Tübingen... die Welt ist einfach klein!
Am Samstag hab ich mit bekannten aus Chile noch eine Art Sight-Seeing-Tour durch ganz Lima gemacht. Ich hab ihnen alles gezeigt, was ich kenne und hab wohl selbst so viel von Lima gesehen, wie in den ganzen 4 Monaten noch nicht.
Um ein bisschen Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen, habe ich für meine Gastfamilie eineAdventskette gemacht. Mein Adventskalender aus Deutschland, Dominosteine und Marzipan aus der Heimat versüßen mir den ein oder anderen 25-30 °C heißen, anstrengenden Schultag. Bis jetzt fühlt sich hier aber trotz Weihnachtsbaum nichts wie Weihnachten an.
Sommer, Sonne, ja sogar Strand ;)

So, wenn ihr tatsächlich ganz unten in meinem bericht angekommen seid, seid ihr bestens informiert.

Ich drück euch aus der Ferne!
Elle

Dienstag, 15. November 2011

Halbzeit

Heute ist ziemlich genau die Hälfte meiner Zeit in Peru vorbei. Nach den ersten 3 Monaten ist Zeit, ein kleines Resumee zu ziehen.

Ich genieße meine Zeit in Peru wirklich sehr. Die Arbeit in der Schule macht viel Spaß, auch wenn die Schüler teilweise wahnsinnig anstrengend sind. Doch sie sind wirklich mehr als süß, was mich so manches schlechtes vergessen lässt. Die Schule ist für viele der Schüler, eine wirklich tolle und einzigartige Möglichkeit eine gute Bildung zu bekommen. Das Frühstücksprogramm läuft gut, die Mütter kommen abwechselnd, um für ca. 250 Schüler und 12 Lehrer zu kochen. Dank ihrem guten Ruf, hat sie auch die letzten Wochen wieder sehr viele Anmeldungen für das nächste Schuljahr- zu viele, um alle aufnehmen zu können. Es gibt nicht genügend Räume, doch eventuell wird nächstes oder übernächstes Jahr angebaut, doch dafür braucht der Verein Unterstützung. Vielleicht möchte ja der ein oder andere euch etwas dazu beitragen:

Konto-Nr.: 28 25 02-755
bei Postbank Karlsruhe (BLZ 660 100 75)
Kontoinhaber: El Buen Samaritano e.V., Mössingen

In der Familie geht es nach wie vor super, Elizabeth nennt mich liebevoll ihre "hija mayor" (große / älteste Tochter). An die Lebensverhältnisse habe ich mich nach 1,2 Wochen gewöhnt und bis heute stellen diese kein Problem für mich dar. Natürlich wünscht man sich manchmal eine warme Dusche ohne langes Warten, Leitungswasser trinken zu können oder barfuß laufen zu können... 
Am Anfang hat mir die Kälte etwas zu schaffen gemacht, aber in der Zwischenzeit ist hier angenehm warm, den ersten Sonnenbrand hab ich mir auf meiner Reise geholt :)
Diesen Freitag haben wir unseren Schulausflug, alle Schüler freuen sich sehr. Wir versuchen durch Spenden, allen Schüler die Fahrt ermöglichen zu können. 
Am Wochenende waren wir in Huarál auf einer Beerdigung. Der 35-Jährige Bruder von Elizabeths Halbschwester ist beim Fußballspielen zusammengebrochen und war sofort tot. Es war bereits meine 4. Beerdigung in 3 Monaten. Ist meistens traurig, aber auch ziemlich komisch, wenn man die Leute nicht kennt und auf einmal so tut wie wenn... Doch man lernt, damit umzugehen.

Jetzte freue ich mich auf die 3 weiteren Monate- mal sehen, was ich alles noch erleben darf!
Ich hoffe euch geht es gut!
Liebste Grüße
Elle

Mittwoch, 9. November 2011

Reise

Lago Titicaca, Machu Picchu und sämtliche Ruinen
Hallo ihr Lieben,

Letzte Woche hatte ich eine -wirklich wunderbare- Reisewoche mit Katha. In der Zwischenzeit sind wir beide wieder gut an unseren "Arbeitsorten" angekommen und widmen uns wieder ganz unseren eigentlichen Beschäftigungen. Doch um euch einen kleinen Einblick in unsere Reise zu geben, erzähl ich euch nun etwas ausführlicher wie die Woche so ablief und welch tolle, beeindruckende Orte wir besichtigt haben:



Ich hatte recht kurzfristig erst am Mittwoch in einem Reisebüro eine Art "Reisepaket" für Katha und mich gebucht, doch so groß die Zweifel am Anfang waren, gelohnt hat sich jeder Cent und zusätzlich wurde uns jede Menge Stress erspart:
Am Sonntagmorgen (30.10.) ging es in aller Frühe für mich schon auf den Flughafen in Lima, um nach Juliaca zu fliegen. Dort wurde ich von unserem ersten guía (Führer) Pablo mit einem Schild " Elena Manz" erwartet, der mich dann in unser Hotel nach Puno gebracht hat. Dort hab ich dann versucht, ein bisschen Schlaf nachzuholen, bis Katha dann gegen halb 4 am Bahnhof ankam. Die Wiedersehensfreude von uns beiden war rießig. 



Sillustani

Vom Bahnhof ging es dann direkt nach Sillustani, wo wir unter strömendem Regen, Grabestürme aus und vor der Inkazeit direkt an einer Lagune angeschaut haben. Abends haben wir uns noch einige Festumzüge in Puno angeschaut, bevor wir mehr als müde ins Bett fielen.




Am nächsten Morgen wurden wir um 6.45 zu unserer Tour auf den Titicacasee abgeholt. Zuerst besichtigten wir die Islas de Uros, schwimmende Inseln, die zwar sehr besonders, aber auch wahnsinnig touristisch waren. So standen die Einheimischen bei unserer Ankunft schon am Rand der Insel und sangen Lieder wie " Vamos a la playa" oder "My Bonnie is over the ocean".


Taquile

Von dort fuhren wir 3 h mit dem Boot zur Isla Taquile. Ein kurzer Aufstieg zum Marktplatz, viele Fotos und zum Abschluss noch ein typisches Mittagessen: trucha a la plancha (gebratene Forelle) 


Raqchi

Am Dienstagmorgen ging es dann mit dem Touribus nach Cuzco. Touribus deshalb, da er an verschiedenen sehenswerten Orten Stopps hat:- Pukara- ein Museum
     - Inkastätte Raqchi
     - La Raya- Markt und Landschaft
     - Mittagsbuffet in Sicuani
     - Sixtinische Kapelle in Andahuaylillas


Gegen 18 Uhr waren wir dann in Cuzco, wurden (mal wieder mit ganz schickem Schild) abgeholt und in unser Hotel gebracht. Wir gönnten uns an der Plaza de Armas noch einen Caipi für 2,50 €- ein Traum. Am nächsten Morgen durften wir ausnahmsweise mal ausschlafen- 8.30 Uhr. Den Vormittag schlenderten wir durch Cuzco, besuchten verschiedene Märkte etc. Nachmittags hatten wir eine geführte Tour zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten in und um Cuzco.


Tambomachay

- Qorikancha- Sonnentempel
- Saqsaywaman- Inkafestung
- Q'enko- Festplatz für Mumienkult
- Tambomachay- Inkabrunnen
- Puka Pukara- Bergfestung
War zwar alles sehr interessant, doch oft ähnlich. 



Am Donnerstag packten wir das nötigste für 2 Tage zusammen und fuhren mit ein paar anderen Touris und mit derselben Guide wie am Vortag ins heilige Tal der Inkas- Valle Sagrado. Wir besichtigten Pisaq- eine ehemalige Inkastadt. Der kleine Aufstieg lohnte sich wirklich, da wir von oben einen tollen Ausblick hatten. Von dort aus gings weiter nach Ollantaytambo, was eines der besterhaltendsten Beispiele für die Stadtplanung der Inkas ist. Außerdem erlitten die Spanier hier ausnahmsweise mal eine bittere Niederlage.
Heutzutage endet hier die Strasse und man kann entweder zu Fuß (4 Tage) oder mit dem Zug weiter Richtung Machu Picchu durch das Urubamba Tal gelangen. Unsere Zugtickets hatten wir von unserem Guide bereits in Cuzco bekommen. Abends wurden wir dann vom Bahnhof in unser Hostel nach Aguas Calientes, ein Dorf am Fuße Machu Picchus gebracht. Der nächste Tag sollte das Highlight unseres Kurztrips sein: Machu Picchu. Morgens wurde unsere Freude etwas getrübt, als es wie aus Kübeln schüttete, doch mit sämtlichen Jacken ging es um 7 Uhr mit einer kleinen Gruppe und spanischsprachigem Guide mit den Bus-Shuttles nach oben. 


Der Regen ließ etwas nach und wir genossen- trotz heftigem Nebels- die Aussicht auf die wirklich atemberaubende Inkastadt. Wir schlossen uns kurzerhand einer deutschen Tourigruppe an und hatten eine sehr interessante Führung durch die ganzen Ruinen. Der Regen hörte auf, der Nebel verschwand- die Natur und der Ausblick war wunderschön. Nachmittags gings noch in die aguas calientes- heiße Quellen, bevor wir spätabends wieder mit dem Zug zurück nach Ollantaytambo fuhren. Mehr als erschöpft kamen wir dann mit unserem Bussle gegen 1 Uhr in Cuzco an. 





Nach einer kurzen Nacht hatten wir am Samstag unsere letzte Tour nach Moray- eine in Terrasenform angelegte Plantage und die Salzanlage las Maras, was beides wirklich toll war. Für den Abend hatten wir noch Eintrittskarten für typische peruanische Tänze bekommen, was wir uns natürlich nicht entgehen ließen. Unseren wunderbaren Trip beendeten wir noch mit einem Abschiedscoktail. Am nächsten Morgen ging es früh auf den Flughfaen in Cuzco, von wo aus Katha wieder nach Bolivien und ich zurück nach Lima geflogen ist.

Wir haben unseren Trip beide sehr genossen. Obwohl mir meine Arbeit und das Leben hier in Lima gut gefällt, tat es gut, mal wieder andere Verhältnisse zu sehen. Es war schön zu sehen, wie sehr sich hier in Lima wieder alle auf mich gefreut haben! 

Ich hoffe euch geht es allen gut und ihr erfriert in Deutschland nicht, während ich hier in kurzen Hosen und Tshirts rumspring ;)
Un abrazo, 
Elle

--> irgendwas spinnt da mit dem Hintergund der Bildunterschriften, verzeihts mir!