Samstag, 17. September 2011

Huarál

Hola, Aló, Buenas noches,

Eduardo, Juana y yo
seit meinem letzten Post sind schon wieder 2 Wochen vergangen und ich bin tatsächlich schon mehr als einen Monat in Lima- increíble. Am ersten Septemberwochenende war ich in Huarál, einer kleinen Stadt ca. 2 h nördlich von Lima. Dort wohnen die Schwestern von Elizabeth, meiner Gastmutter. Angekündigt waren wir in Huaral um 21 Uhr, in Lima losgefahren sind wir um 22 Uhr - die peruanische Pünktlichkeit. Nach einer wirklich angenehm gemütlichen Busfahrt kamen wir dort gegen 00.00 Uhr an, teilten uns auf die verschiedenen Häuschen auf und wurden am nächsten Morgen gegen 7 mal nicht von Hähnen und Hunden, sondern von einer Blaskapelle geweckt. Zum Früchstück gab es Escabeche. Elizabeth, ihre Kinder und ich machten uns dann schon recht bald auf richtig Huando, einem Nebenort Huarals, um die Obstplantagen zu besichtigen. da leider alles recht verriegelt und mit Hecken umzäunt war (Diebe!), konnte man nicht allzu viel sehen, doch allein der Geruch erinnerte mich an das Tropenhaus der Wilhelma.
Sämtliche Marinen- Orangen-, und Bananenbäume konnte man trotz allem hinter der Hecke erkennen. Die Bewohner dieses Vorortes sind wesentlich ärmer als die Einwohner Huarals. Ihre Hütten sind aus Stoff- bzw. Schilfresten gebaut, die Wäsche waschen sie im Fluss...
Anschließend besichtigten wir das Zentrum Huarals, mit kurzem Abstecher zu einem der vielen Schuhputzer am Straßenrand. Was mir zunächst äußerst unangenehm war ist für diese Leute oft die einzige Möglichkeit, sich über Wasser zu halten.

Im Schloss mit Eduardo
Gemeinsam mit meinen "peruanischen Cousins" Andrés und Xiomara, meinen Tanten "Roxana und Mery" gings dann in ein typisch peruanisches Familienrestaurant. Einmal mehr konnte ich nur den ersten Gang essen, die Portionen sind riesig. Für 8 Menús bestehend aus Suppe, Hauptgang und jeweils 1 Liter Inca Cola, dem Nationalgetränk bezahlten wir insgesamt umgerechnet 15 Euro. Nachmittags gings dann aufs Schloss in Chancay. Ziemlich künstlich angelegt, unbewohnt und mehr für sein gutes Essen bekannt. Abends löcherten mich alle mich Fragen über Deutschland, meine Familie und erzählten mir lustige peruanische Geschichten.
Castillo de Chancay
Sonntagnachmittag gings dann auch schon wieder zurück nach Lima. Schön war's.

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